Wissenschaftlicher Name

Eublepharis macularius

 

 

Größe

Leopardgeckos werden zirka 25cm gross und erreichen ein Gewicht von bis zu 70 Gramm. Weibchen bleiben im Regelfall etwas kleiner als die Männchen.

 

 

Verbreitung

der Leopardgecko ist unter anderem in folgenden Ländern beheimatet. Nord-Indien, Pakistan, Afghanistan, Iran, Irak, Syrien, Turkmenistan.

 

 

Lebensräume

Trockene Steppengebiete, halbtrockene Steppengebiete sowie trockenes Grasland.

 

 

Lebenserwartung

bis zu 20 Jahre in freier Wildbahn, bei optimaler Haltung im Terrarium vermutlich auch einige Jahre länger. 

 

Geschlechtsunterschiede


Beim Männchen kann man ab einem Alter von 6 Monaten sehr einfach das Geschlecht erkennen. Männchen haben oberhalb der Kloake die Präanalporen (1) diese sind beim Weibchen nicht vorhanden. Die beiden Hemipenistaschen (2) sind gleich unterhalb der Kloake in denen sich die beiden Hemipenise befinden, auch diese sind beim Weibchen nicht vorhanden. Den Unterschied zwischen Leopardgecko Männchen und Weibchen kann man auf den beiden Bildern sehr gut erkennen. Das Geschlecht bei Leopardgeckos kann man bei der Inkubation durch die Temperatur bestimmen.

 

Nahrung

Hauptfutter sind Insekten wie z.B.: Heuschrecken, Grillen, Heimchen. Insektenlarven sind bei Leopardgeckos sehr beliebt und durch die modernen Zuchtmethoden auch nicht mehr so fettreich wie vor einigen Jahren. Im Fachhandel sind Heuschrecken, Grillen, Heimchen, Mehlwürmer, Zophopas oder Wachsmaden immer erhältlich.

 

 

Tagesrhythmus

Leopardgeckos sind dämmerungsaktive Tiere. Bei Einbruch der Dämmerung, sei es am Abend oder auch in den frühen Morgenstunden begeben sich Leopardgeckos auf die Jagd. Die Nacht wird meistens für ausgiebige Erkundungstouren genutzt. Der Tag wird vorzugsweise in engen leicht feuchten Höhlen verbracht.

 

 

Besonderheiten

Leopardgeckos gehören zu einigen, der wenigen Geckoarten die Krallen haben und keine Haftlamellen. Der Leopardgecko besitzt auch zum Unterschied zu den meisten Geckos Augenlieder, dies hilft Ihm im Steppengebiet auch bei Sandstürmen die Augen sauber zu halten. Bei Gefahr ist der Leopardgecko im Stande, seinen Schwanz komplett abzuwerfen, dieser bleibt für einige Minuten in Bewegung. Dieses Ablenkungsmänover ist in der Natur oft überlebenswichtig, da sich die Fressfeinde meistens mit dem Schwanz als leichte Beute zufrieden geben. Der Schwanz wächst bei guter Fütterung innerhalb weniger Wochen wieder nach, jedoch ist dieser nicht mehr so schön geformt wie vorher.

 

 

Winterruhe

Wir empfehlen jedes Jahr einen Winterruhe einzuhalten. Ausnahme ist das erste Lebensjahr, einfach um den Leopardgecko die Zeit zu geben, vollständig auszuwachsen. Wir beginnen die Winterruhe im Dezember und halten diese 12 Wochen. In dieser Zeit ist es wichtig, kein Futter mehr anzubieten, aber immer frisches Wasser bereitzustellen. Man beginnt schrittweise die Wärmequelle (Spot, Strahler etc.) jeden Tag um 60 Minuten  von z.B. 10 Stunden auf null herunterzufahren. Danach die Lichtquelle täglich um 60 Minuten von 12 Stunden auf 4 Stunden reduzieren, diese 4 Stunden sollten den ganzen Winterschlaf über beibehalten werden. Nach 18 Tagen ist der Winterschlaf eingeleitet. 7 Wochen später erhöhen wir wieder im Stunden Takt die Lichtquelle auf 12 Stunden und danach die Wärmequelle auf 10 Stunden. Bitte nur vollkommen gesunde Leopardgeckos in den Winterschlaf schicken. Wir lassen bei allen unseren Tieren vor dem Winterschlaf einen PCR Test machen um zu sehen ob sich durch die Futtertiere, Parasiten eingeschleppt haben.

 

Monat                    Jan.  Feb.  Mär.  Apr  Mai  Jun  Jul  Aug  Sep  Okt  Nov  Dez

min. Temperatur     13    14     19     23    26   28    27   26    25     22   18    14

max. Temperatur    25    26    29      32    34   34    33   31    31     33    31   27

 

In der Klimatabelle von Zentralpakistan, kann man schön erkennen das die Winterruhe in den Monaten Dezember bis Februar gehalten werden sollte. Die Temperaturen unterliegen in Pakistan im Winter durchaus grosser Schwankungen. Wir überwintern die Lepardgeckos im Terrarium bei Zimmertemperatur, jedoch versuchen wir diese um die 20 Grad bis 22 Grad zu halten. 

 

 

Fortpflanzung

Hält man eine Gruppe mit einen Männchen und mindestens zwei Weibchen so wird es nach der Winterruhe relativ schnell zu ersten Paarungen kommen. Nach wenigen Wochen werden die ersten Eier abgelegt, bei 26 - 31 Grad schlüpfen die Jungtiere nach 50 - 70 Tagen. Ein Weibchen kann im Jahr bis zu 6 Gelege mit meistens zwei Eier ablegen. 

 

 

Meldepflicht

Nach dem Kauf eines Leopardgeckos sind Sie laut § 8 der 2. Tierhaltungsverordnung verpflichtet den erworbenen Leopardgecko anzumelden. In Wien ist das Veterinäramt (MA 60) dafür zuständig. In den Bundesländern ist die Haltung von Leopardgeckos innerhalb von 14 Tagen nach dem Erwerb bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft / Magistrat anzumelden.

 

 

Farbformen

Die Faszination Leopardgecko beruht auch auf der Tatsache, dass es mittlerweile über 100 Farbformen gibt, manche sind noch sehr selten da es erst wenige Elterntiere gibt. Die meisten Farbformen konnten erfolgreich nachgezüchtet werden, daher gibt es in Europa die meisten Farbformen zu erwerben und das auch zu fairen Preisen. Importe aus Übersee sind nicht nur sehr stressig für die Geckos, sondern auch nicht mehr notwendig. Alle Farbformen aufzulisten wäre fast unmöglich, daher möchten wir eine Übersicht geben welche Farbformen wir in den letzten Jahren nachgezüchtet haben.

 

 

Hinweis für Allergiker

Über Allergien bei der Reptilienhaltung ist wenig bekannt. Da wir selber betroffen sind, möchten wir deswegen Informationen weitergeben. Wenn man sich als Allergiker dazu entschließt Reptilien zu halten, stellen diese keine Gefahr da und sind sehr gut geeignet. Jedoch können Futtertiere wie Heuschrecken, Heimchen, Grillen oder Schaben starke allergische Reaktion hervorrufen. Daran sind nicht die Futtertiere Schuld, sondern die Futterkleie, mit dieser werden die Futtertiere gefüttert und auch in den Verpackungen als Transportverpflegung verwendet. Die Futterkleie ist durch Transport und Verarbeitungsprozesse mit Mikroben, Mehl und Weizenkeimreste verunreinigt. Sind Allergien gegen Kleie, Weizen, Mehl oder andere Getreidearten bekannt, so sollte man sich vor der Anschaffung eines Reptiles vorher in einem Reptilienfachhandel oder bei bekannten Reptilienhalter mit dem Inhalt einer Futtertierverpackung auseinander setzten. Treten allergische Reaktion wie plötzliche Niesattacken, tränende oder juckende Augen auf sollte man sich den Kauf eines Reptiles sehr gut überlegen, da es den Alltag zu Hause negativ beeinflusst.